Löschorgie

//platform.twitter.com/widgets.js

Advertisements

Zensur-Wettbewerb

Peter Grimm auf der Achse des Guten:

Zensur-Wettbewerb zwischen Maas und de Maizière?

Ich werde linksunten.indymedia vermissen. Diese Seite war wichtig, denn sie informierte, wie keine andere über linksextreme Gewalt und die ideologische Gedankenwelt dahinter.

Gefährlich ist für alle, die eigenständig publizieren, dass hier Publikationsverbote per Ministerverfügung hoffähig werden. Es ist ein Eingriff in Grundrechte. Das Recht auf freie Meinungsäußerung gilt nun einmal auch für Linksextremisten, Islamisten und Nazis, solange sie die Grenzen des Strafbaren nicht erreichen. Und festzustellen, ob diese Grenze überschritten ist, das obliegt in einem Rechtsstaat einer unabhängigen Justiz und nicht einem Minister. Dass sich jetzt Maas und de Maizière im Wahlkampf eine Art Zensurwettlauf zu liefern scheinen, ist fatal. Der Schaden, der durch diese Erosion eines freiheitlichen Rechtsstaats entsteht ist ungleich größer, als die Einschränkungen für die Extremisten.

Anti-Fake-News-Kampagnen

Marcus Klöckner auf den NachDenkSeiten:

Anti-Fake-News-Kampagnen sind Teil des Kampfes um die Deutungshoheit

Es ist immer wieder die gleiche Geschichte, die man dem Publikum auftischt: „Der Einfluss von Fake News kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Fake News beeinflussen unser Denken und können sogar Wahlen entscheiden. Zum Glück gibt es Vertreter großer Medien, die Fake News den Kampf angesagt und es sich zur Aufgabe gemacht haben, Mediennutzer davor zu bewahren, auf gezielt lancierte Falschmeldungen zur Manipulation der Öffentlichkeit hereinzufallen.“ Das klingt alles gut. Doch die Realität ist komplexer. Die „Anti-Fake-News-Kampagnen“, die seit geraumer Zeit zu beobachten sind, sind Bestandteil eines Kampfes um die Deutungshoheit. Bei der Auseinandersetzung mit Fake News geht es Medien auch darum, die eigenen Glaubensüberzeugungen zum Maßstab einer selbst definierten politischen Wirklichkeit zu machen.

Medien-Rechtliche Schräglage

Rechtsanwalt Markus Kompa auf seiner Website:

Stern und Marc Drewello ./. Blauer Bote (7)

Was bisher geschah:

Stern und Marc Drewello ./. Blauer Bote (1) – Sachverhalt

Stern und Marc Drewello ./. Blauer Bote (2) – einstweilige Verfügung

Stern und Marc Drewello ./. Blauer Bote (3) – unlauterer Wettbewerb zwischen Privatleuten?

Stern und Marc Drewello ./. Blauer Bote (4) – strukturell unqualifizierter Journalismus

Stern und Marc Drewello ./. Blauer Bote (5) – Pressefreiheit und Narrenfreiheit

Stern und Marc Drewello ./. Blauer Bote (6) – mehrdeutige Meinungen über mehrdeutige Meinungsäußerungen

Nun will uns stern.de vor Gericht auftischen, dass man am Hamburger Baumwall die auffällig selektiv ausgewählte Legende vom Twitter-Mädchen (nach wie vor!) für authentisch hält. Aufschreiben durfte dieses Märchen ein Journalist, dessen Befähigung zur Medienkritik ihn nicht davor bewahrte, um für ein auf Twitter inszeniertes Mädchen öffentlich zu beten …

This could be the beginning

Raffi Khatchadourian in The New Yorker:

Julian Assange, a Man Without a Country

From his tiny sanctum in London, the founder of WikiLeaks has interfered with the world’s most powerful institutions.

During my last visit to London, I stayed with Assange until midnight. As I got ready to leave, he stood to see me to the door, but before taking a step he stopped and became lost in thought. He whispered something I could not fully hear. Then, speaking as if he were observing the fall of Rome, he explained that he thought America’s empire might finally be collapsing. With a long gaze and a faint smile, he again whispered what he had said: “This could be the beginning.”